[Rezension] Der Heimweg

 

 

Jules übernimmt den Dienst am Begleittelefon für einen Freund. Die völlig aufgelöste Klara ruft an, die jedoch keine Begleitung für den Heimweg benötigt. Sie ist auf der Flucht vor dem Kalender-Killer, der ihr Todesdatum auf den Tag gelegt hat, dessen Morgen gerade beginnt.
Als wäre das nicht genug, verspricht der Killer, jeden, den sie davon erzählt, ebenfalls zu töten. Auch wenn Jules es schwer fällt das zu glauben, verschwindet plötzlich ein Messer aus seiner Küche…

 

Ich empfand die Geschichte als durchweg spannend. Als Jules Geräusche in der Wohnung hört und das Messer letztlich fehlte, ging mein Puls deutlich höher.
Dem Leser begegnet Gewalt und Sexualität. Auch in einem für mich unvorstellbaren Ausmaß an Grausamkeit. Doch das wirkte deshalb nicht unglaubwürdig auf mich, sondern brachte mich verstärkt dazu über die Häufigkeit von häuslicher Gewalt, ob physisch oder psychisch ist da auch egal, nachzudenken.

Fitzek ist in der Regel nicht darum bemüht „perfekte“ Charaktere zu erschaffen, die Meister in dem sind was sie tun, die die Schönsten Leute in ihrer Umgebung sind. Und für mich macht genau das die Charaktere so authentisch.

Das Ende hat mich überrascht und die Auflösung des Ganzen einfach beeindruckt. Ich liebe es, wenn Handlungsstränge reibungslos ineinanderlaufen. Aber ich finde der Weg dahin, war recht langsam, der aber dem Leser mehrere Aha-Momente beschert.

Wenn ich noch unbedingt ein negativen Punkt nennen muss, dann ist es, dass mir ein WTF-Moment fehlte. Eine Wendung, die mir den Kiefer runterfallen lässt. So einen, der für mich „Der Augensammler“ unvergesslich gut werden lies. Aber gut, jedes Buch ist anders. Vielleicht ist es auch einfach zu kurz?

 

Fitzek ist einfach ein Genie in dem, was er tut. Ich bin ein absoluter Fan geworden. Ich freue mich auf jedes seiner Bücher, die ich noch vor mir habe. Es ist auf jeden Fall noch ein Ziel von mir alle seine Bücher zu lesen.
„Der Heimweg“ war für mich ein Highlight  in 2020. Das Cover ist was besonderes mit dem Fenster und der Spiegelfolie. Und die Geschichte mit so vielen Wendungen kaum vorhersagbar.
Es hat mich gut unterhalten und für mich hielt die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Ich kann es nur klar empfehlen, wenn man Thriller mag.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: